Pflanzen filtern Wohngifte aus der Raumluft

Früher führten Undichtigkeiten des Wohnbaus zu einem ständigen Luftaustausch. Im Zuge der Energiesparmassnahmen und -verordnungen hat sich das geändert. Perfekte Fensterdichtungen und Dämmorgien machten hermetisch abgedichteten Wohnraum zum Standard. Dadurch können sich freigesetzte Schadstoffe aus Bodenbelägen, Möbeln und Bürogeräten heutzutage viel leichter in der Raumluft anreichern. Zimmerpflanzen verbessern nachweislich das Raumklima.

Grünpflanzen

Besseres Raumklima

Auf viele Menschen übt die Anwesenheit von Zimmerpflanzen schon eine positive psychische-emotionale Wirkung aus . Mehrere Untersuchungen an Arbeitsplätzen und Wohnräumen weltweit belegen die gesundheitlichen Vorteile der Begrünung mit Pflanzen. Zu den untersuchten Effekten zählen vor allem die beruhigende Wirkung, der Stressabbau und das allgemeine Wohlbefinden. Neben solchen „gefühlten“ Wirkungen gibt es einen wissenschaftlich erwiesenen Einfluss auf die Schadstoffbelastungen in der Raumluft.

Beweise

Bereits 1985 belegten B.C Wolverton und andere in einer NASA-Studie die Fähigkeiten von Zimmerpflanzen, viele Wohnraumgifte aus der Luft herauszufiltern. So sei zum Beispiel die Grünlilie (Chlorophytum eleatum) in der Lage, pro Quadratzentimeter Blattoberfläche innerhalb von sechs Stunden 3,37µg Formaldehyd und 3,86µg Kohlenmonoxid aus der Luft zu filtern. Ein Rechenbeispiel der Studie verdeutlicht den Effekt: Bei einer mittleren Blattoberfläche von 6500 Quadratzentimeter pro Pflanze genügten etwa 8 bis 15 dieser Pflanzen, um die Raumluft einer Wohnung durchschnittlicher Größe auf verträgliche Kohlenmonoxid- und Formaldehydwerte zu reduzieren.

Neben der Grünlilie sind auch Einblatt, Efeu und Philodendron sowie viele weitere Grünpflanzen zur Verbesserung der Raumluft geeignet.

Literatur:

FOLIAGE PLANTS FOR REMOVING AIR POLLUTANTS FROM ENERGY-EFFICIENT BUILDINGS

B.C. Wolverton, Ph.D. Indoor Air Quality Committee, Washington, DC, April 18, 1985. (Als pdf-datei auf http://www.ssc.nasa.gov/environmental/docforms/ water_research/water_research.html)