Markise

Eine Markise besteht aus einem Metallrahmen, der eine Stoffbahn als Sonnenschutz trägt. Es gibt Markisen mit feststehenden, unbeweglichen Metallrahmen und solche mit beweglichen  Rahmen, die über einen mechanischen Antrieb ein Aus- und Einfahren des Markisenstoffs ermöglichen.

Der Antrieb der Kurbelmechanik heutiger Markisen geschieht von Hand oder durch einen eingebauten Elektromotor. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit der automatischen Regelung der Beschattung je nach Intensität der einfallenden Sonnenstrahlung.

Es gibt verschiedene Markisenarten, die sich im Wesentlichen in der Art der Aufpannung und Führung des Markisentuches unterscheiden.

  • Fallarmmarkisen Führen das Markisentuch von der Rolle senkrecht nach unten. Der Kassettenrahmen ist bis etwa 140° Schwenkbar. Guter Blendschutz, ideal zur Beschattung senkrechter Fassadenflächen. Markisenstoff meist nicht ganz Lichtdicht.
  • Fassadenmarkisen können zur Verschattung senkrechter und schräger Fassadenflächen eingesetzt werden. Sie werden parallel zur Fassadenoderfläche geführt. Eine Beschattung über mehrere Etagen ist so möglich. Eignen sich auch zur Beschattung von großen Fensterflächen bei Wintergärten.
  • Gelenkmarkisen Das Markisentuch wird durch zwei stabile Gelenkarme von der Tuchrolle gezogen. Konstruktionsbedingt ist die Ausfallweite auf etwa 400 -500 cm begrenzt.
  • Korbmarkisen dienen mehr zur idividuellen Gestaltung der Fassade. Hierbei wird der Markisenstoff wie ein Baldachin über einen entsprechend geformten Rahmen gespannt.

Markisen werden meist bis zu einer Maximalbreite von 600 cm gefertigt. Die maximale Ausfallweite der Markisenbahn beträgt etwa 400 cm.  Insbesondere bei der Installation großflächiger Markisen sind die Herstellerangaben hinsichtlich der Windbelastung zu beachten. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass sich auf der Markise keine Wassersäcke bilden. Dies wird durch eine ausreichende Neigung der Markisenbahn sichergestellt.

Durch Wind und Regen können aufgrund von Hebelwirkungen große Kräfte entstehen, um Schäden am Mauerwerk oder Decke zu vermeiden, sollte auf eine vorschriftsmäßige und fachgerechte Anbringung der Markise geachtet werden.