Kein effektiver Klimaschutz ohne Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Eine neue Studie belegt: Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energien sind der Schlüssel für die künftige Reduzierung von CO2-Emissionen. In der vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Studie analysierte eine Forschergruppe eben jene Kriterien in globalen Energieszenarien.

Die Studie macht deutlich, dass die weltweit vorhandenen beachtlichen Potenziale für Energieeffizienz und der Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien nur entsprechend genutzt werden müssen. Zusammen mit anderen Maßnahmen ließen sich so künftige CO2-Emissionen deutlich senken.

Schön wär’s
Da fällt mir doch ganz spontan die Rede des Physikers auf einer hiesigen Kundgebung anlässlich bundesweiter Bürgerproteste ein. Mit großem Nachdruck, hatte dieser auf das riesige Potenzial für Energieeinsparungen durch einfache Steigerung der Energieeffizienz hingewiesen. – Das war 1986, kurz nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl. Damals beschäftigte die Menschen die Angst vor radioaktiver Strahlung, möglicherweise verseuchter Nahrung, unvorhersehbaren Spätfolgen und die Gefahr weiterer Reaktorpannen.

Schon damals also hätte man die vorhandenen Ressourcen nur nutzen müssen, und tun was man weiß.

Die aktuellen Debatten um die Renaissance der Atomkraft zeigen, dass auch ein Vierteljahrhundert ein viel zu kurzer Zeitraum sein können, um der Vernunft auf die Sprünge zu helfen. Und: Der Beton aus dem wohl manche Politiker- und Lobbyistenköpfe gemacht sind, bekommt keine Risse.

Bisher jedenfalls scheitert die erfolgreiche Nutzung erneuerbarer Energien und die Entwicklung effizienzsteigernder Maßnahmen – nach wie vor – an ökonomischen und politischen Schwierigkeiten. Das ist unverständlich, da innerhalb der nächsten zwanzig Jahre für fast alle Techniken zur Erzeugung erneuerbarer Energien mit einer deutlichen Senkung der Stromerzeugungskosten gerechnet werden kann.