Nach einer Meldung des “Kölner Stadt-Anzeiger” sollen die rund 126.000 Fässer mit radioaktiven Inhalten im 20 Kilometer entfernten Schacht Konrad endgültig gelagert werden. Angesichts des “prekären Zustands der Grube” rate das Bundesamt für Strahlenschutz (Bfs) zu größter Eile bei der Schließung des Bergwerks.
Seit Jahren dringt Wasser in das einsturzgefährdete ehemalige Salzbergwerk ein. Bevor mit der Räumung begonnen werden könne, müsse zuvor der Zustand der Atommüll-Fässer überprüft werden. Das sagte der Präsident des Bfs, Wolfram König.
Einem Gutachten zufolge belaufen sich die Kosten für die Räumarbeiten auf mehr als 2,5 Milliarden Euro. Die voraussichtliche Dauer des Unternehmens wird mit knapp acht Jahren angegeben.
Das Bfs hatte neben der Räumung der Asse auch die Umlagerung der Fässer in tiefere Schichten und das Einbetonieren des Atommülls mit anschließender Flutung des Bergwerks geprüft.
Vor dem Asse-Untersuchungsausschuss des Niedersächsischen Landtags hatte Bundesforschungsministerin Anette Schavan Fehler eingeräumt. Radioaktiver Abfall wurde nach ihrer Ansicht nicht nur zu Forschungszwecken in der Asse eingelagert. Außerdem seien bis 1978 die Einlagerungsgenehmigungen “extensiv genutzt” worden.
( via: NDR Online )
Nachtrag:
Das BfS veröffentlicht auf der Seite www.endlager-asse.de das Ergebnis des Optionenvergleichs als Text und als interaktiven Bildschirminhalt.