Das Funktionsprinzip der Solaren Wandheizung ist so genial wie einfach: Das Sonnenlicht fällt durch eine durchsichtige Isolierschicht auf eine dahinterliegende speziell behandelte Oberfläche. Diese absorbiert die Wärmestrahlung, die dabei entstehende Wärme wird im dahinterliegenden Mauerwerk gespeichert. Das Mauerwerk gibt die gespeicherte Wärme zeitverzögert wieder ab.
Transparente Wärmedämmung
- Der Clou an der Geschichte ist die transparente Wärmedämmung. Hierbei handelt es sich meist um Kunstoffplatten mit einer besonderen Struktur. Die Waben oder Kapillaren besitzen hohe thermische Dämmwerte, lassen aber genug Sonnenlicht passieren, dass die dahinter angebrachte Absorberschicht aufheizt.
- Angebracht wird die solare Wandheizung als fertig gekapseltes Modul oder im direkten Verbund mit der Wärmedämmung.
- Dieses passive Heizkonzept erfordert eine beschattungsfreie Süd-Ausrichtung der genutzten Wandflächen. Im Sommer allerdings werden die Module zum Schutz gegen zu starke Erwärmung mit Rollos, Markisen oder Lamellen beschattet.
- Der großer Vorteil dieses Prinzips ist der völlig passive Aufbau; die solare Wandheizung funktioniert ohne Eigenverbrauch der Anlage und ohne jede elektronische Regelung. Der geringe Platzbedarf vereinfacht die Kombination mit anderen Komponenten des geplanten Energiekonzeptes. (Solaranlage, Wärmepumpe etc.)
- Wenn Wärmeverluste durch eine gute Wärmedämmung des übrigen Gebäudes verhindert werden, läßt sich mit der transparenten Wärmedämmung der Energieverbrauch drastisch reduzieren.
- Je größer die genutzte Speichermasse des Mauerwerks ist, umso träger reagiert das System, d.h. die Aufheizphase dauert umso länger. Umso besser werden allerdings auch Schwankungen der Sonneneinstrahlung ausgeglichen.