Gartenarbeit beginnt im Januar

Schon im Januar beginnt die Vorsaison im Garten. Angefangen mit der geistigen Arbeit. Sie können überlegen wie ihr Garten in diesem Jahr gestaltet werden soll. Anregungen gibt es in Zeitschriften und im Internet. Vielleicht gestalten Sie Ihren Garten ganz anders als im vorangegangenen Jahr? Bei der Planung achten Sie bitte darauf, dass die einzelnen Gemüse – und Zierpflanzen verschiedene Frucht- und Blütezeiten  haben.

Sind die Gartengeräte in Ordnung oder alle vorhanden die benötigt werden? Muss die Holzbank neu gestrichen werden? Oder sollte vielleicht ein neuer Weg gepflastert werden? Wo setze ich wann welches Gemüse/ Pflanze hin?

Ist der Boden eis- und schneefrei, können durchaus schon Winter blühende Gehölze, Zwiebelblumen oder Stauden gesetzt werden. Stelle markieren ( oder auf malen ) wo was gepflanzt wurde ist angebracht. Beim Bepflanzen sollten Sie daran denken wie die Niederschlagsmenge und Temperaturen in Ihrer Umgebung sind. Die eine oder andere Zwiebel entwickelt schon im Februar zarte Triebe. Diese müssen durch Kompost oder ähnlichem geschützt werden. Nasser Kompost bewirkt ein Faulen.

Schon jetzt können Sie Kompost oder verrotteten Stallmist auf die schneefreie Erde bringen. Dieser kann im Frühling eingearbeitet werden.

Immergrüne Gewächse trocknen auch im Winter aus, da sie auch jetzt Wasser über die Blätter abgeben, und müssen bei frostfreier Witterung und Boden  gegossen werden.

Abgestorbene Pflanzen – und Fruchtreste müssen entfernt werden, da sie schnell von Pilzen oder Bakterien befallen werden können. Unter losen alten Pflanzenresten nisten sich die Pilze und Bakterien gerne ein. Ab in die Mülltonne und nicht auf den Kompost! So wird eine Verbreitung verhindert. Im Frühling würde er sich richtig ausbreiten. Besonders Obstbäume können davon befallen sein, wie Kirsch – oder Apfelbäume. Eine regelmäßige Kontrolle ist erforderlich. Herausgehobene Wurzelballen treten sie bei weichem Boden vorsichtig in den nicht zu feuchten Boden zurück.

Beim sogenannten Winterschnitt muss darauf geachtet werden die Schnittstellen sofort zu versorgen ( sogenannter Wundbalsam oder Wundverschluss ) um einen Schädlingsbefall und Frostschäden zu verhindern. Mit einem scharfen Messer wird die Schnittstelle begradigt/geglättet und anschließend erfolgt die sogenannte Wundbehandlung mit einem Pinsel.
Nach Frostschäden, wie Risse im Holz, muss ebenfalls geschaut werden. Ranken können jetzt zurück geschnitten werden. Gleichzeitig können Sie die Rankgitter reparieren oder streichen.

Das verbliebene Wintergemüse, wie Rosenkohl, Feldsalat oder Winterspinat kann jetzt, da es hoffentlich abgedeckt wurde, geerntet werden. Brunnenkresse wird von September an bis in den Mai hinein geerntet. Bitte nur an Stellen ernten wo kein Vieh im Sommer auf der Weide war, denn sonst kann man sich Krankheitserreger einhandeln. Und daran denken immer einen Teil der Pflanze stehen zu lassen, da sich die langlebigen Pflanzen sonst nicht vermehren können. Schneiden Sie nur  ca. 5-7 cm lange Triebspitzen ab.

Wer möchte, und zur Verfügung hat, kann jetzt Gemüse und Blumenzwiebeln im Gewächshaus vorziehen. Geranien, die selbst gezogen werden, können jetzt gesät werden. Auf ausreichend Licht müssen Sie achten. Blühende Sträucher, wie Holunder oder Forsythie, können Sie mit verholzten Stecklingen vermehren. Dazu schneiden Sie ein paar kräftige Triebe ab und zerteilen diese in etwa 15 cm lange Stifte. Bitte daran denken, dass jedes Stück oben und unten eine Knospe hat. Diese Triebe dann an einem geschützten Ort bis zu dreiviertel in die lockere Erde stecken. Jetzt auf den Frühling warten und die Knospen treiben aus.

Ganz wichtig: Auch zu Ostern kann es nochmal schneien! Also bitte die Pflanzen gut abdecken sobald es auf Null Grad zugeht.. Jutesäcke oder Kunststofflies eignen sich hervorragend dafür. So steht z.B. das Alpenveilchen ca. Ende Januar in voller Blüte. Auch das sollte mit einem Kunststofflies abgedeckt werden wenn es in der Blütezeit ist.