Wie lege ich einen Kräutergarten an

Treffen Sie eine Auswahl von Duft- Heil- oder/und Gewürzkräuter. So wird das Erscheinungsbild das ganze Jahr geprägt. Die Kräuter haben verschiedene Ansprüche was Boden und Lichtverhältnisse angeht. Zeit versetzt treiben sie aus.Es gibt ein- oder mehrjährige Gewürzkräuter. Mehrjährige treiben im Frühling wieder aus und die anderen werden neu gesät. Die meisten Kräuter wachsen an einem sonnigen und windgeschützten Ort. Hierfür können Sie Ihren selbst hergestellten Kompost einsetzen. Kräuter lieben Humus. Es empfiehlt sich die mehrjährigen Kräuterpflanzen in die Beetmitte zu setzen, da sie in der Regel höher als Einjährige wachsen.

Kräuterspirale

Gestaltung

Sie können sich bei der Gestaltung auslassen. Ob als Steingarten oder Kräuterspirale. In Steinmauern können einfach die Kräuter gepflanzt oder gesät werden. Bei der Kräuterspirale ist es besser die Kräuter nach oben zu setzen die es nicht so feucht brauchen und nach unten die mehr Feuchtigkeit benötigen.Die Steine werden von großen bis kleinen Steinen spiralförmig aufeinander geschichtet. Erde dazwischen – fertig. Allerdings würde ich an Breite nicht geizen. Es sieht schöner aus und ist zudem praktisch wenn daran gearbeitet werden muss. Mindestens aber etwa 3 Meter Durchmesser und 1,5 Meter hoch.

Die Kräuterspirale hat vier Klimazonen. Von Wasserbereich bis Trockenbereich

  • Der Wasserbereich ist südlich anzulegen.Eine kleine Vertiefung in die Erde schaufeln und mit Teichfolie auslegen. Regenwasser hinein gießen. Das Wasser dient als Speicher. Der Humus zieht die Feuchtigkeit aus dem Wasser und verteilt es so. Zudem dient das Wasser als Wärmespeicher und reflektiert die Sonne. Hier am Wasser fühlt sich die Brunnenkresse wohl.
  • Nach dem Feuchtbereich für Kerbel usw. kommt der Normalbereich. Er liegt halb schattig und dort fühlt sich ua. der Koriander wohl. Hier kann vielleicht etwas Sand unter dem Humus beigemengt werden.
  • Der trockene Bereich ist für die mediterranen Pflanzen reserviert. Zum Beispiel den Oregano.

Die verschiedenen Kräuter müssen so positioniert werden, dass die Komponenten Sonne oder Schatten berücksichtigt sind. Wenn Sie keinen Wasserteich haben, sollten Sie daran denken ausreichend zu gießen.

  • Basilikum benötigt eher lockeren Boden und sonnige Ecken. Lecker als Pesto oder zu Erdbeeren
  • Rosmarin ist mehrjährig. Im Winter innen lagern. Passt gut zu Kartoffelgerichten, Fleisch oder Tomaten. Steht gerne an trockenen sonnigen Orten.
  • Petersilie findet immer noch Freunde. Ich bevorzuge die Blattpetersilie, da die Blätter nicht im Hals kratzen und schmackhafter sind. Hier ist ein nährstoffhaltiger  Lehmboden angesagt.
  • Pfefferminze mag es eher halb schattig bis sonnig bei halb feuchten und stickstoffhaltigen Boden. Hier entwickeln sich die Aromastoffe sowie ätherische Öle besser. Sie ist auch mehrjährig. Schmeckt als Tee sehr erfrischend. Kalt oder warm.
  • Oregano ist mehrjährig und mag natürlich die trockene sonnige Lage. Was soll ich da sagen? Pizza, Spaghetti!!
  • Kerbel, Schnittlauch oder Melisse mögen es feucht.

Pflanz- und Aussaat

Bei Einjährigen Gewürz- oder Heilpflanzen zwischen Frühjahr und Mai. Es genügt in der Regel mit Kompost zu düngen und sie gießen bis sie keimen. Danach benötigen sie weniger Wasser.

Morgens oder Abends ist es günstiger zu bewässern, da die Mittagssonne die Pflanzen sonst verbrennt.

Wichtig

Bedenken Sie das einige Pflanzen eine Wirkung auf die anderen haben. Einige vertreiben Schädlinge. Möhren stehen gerne neben Zwiebeln, da die Eine Schädlinge von der Anderen fernhält. Oder Salbei hält Schnecken fern.Im Oktober wird der Garten auf den Winter vorbereitet. Einige Sträucher werden neu gepflanzt.