Rindenmulch

Unter Hobbygärtnern ist der Einsatz von Rindenmulch umstritten. Denn nicht jede Pflanze verträgt das Mulchen. Außerdem gibt es große Qualitätsunterschiede. Bei Rindenmulch von ungewisser Herkunft ist die Gefahr der Belastung mit Insektiziden groß.

Was ist Rindenmulch

Qualitativ guter Rindenmulch ist fein bis grob gehäckselte Baumrinde ohne Zusätze und aus insektizidfreien Baumbeständen. Dieser Häcksel eignet sich ausgezeichnet zum Abdecken des Bodens unter Bäumen und Sträuchern sowie einigen anderen Pflanzen.

Verwendung

Der Rindenmulch verhindert bei großer Hitze das Austrocknen des Bodens und schützt ihn im Winter vor Frost. Vor allem sehr sandiger Boden lässt sich bei Trockenheit damit gut vor der Erosion bewahren. Oft wird er auch verwendet, um wucherndes Unkraut einzudämmen. Seine Wirkung ist hierbei allerdings begrenzt: Rindenmulch greift nicht die Wurzeln der unerwünschten Pflanzen an, sondern nur die Triebe.

Lässt man Rindenmulch lange genug liegen, verrottet er allmählich und bildet Rindenhumus. Die bei diesem Prozess beteiligten Mikroorganismen benötigen dabei vor allem Stickstoff, den sie dem Erdboden entziehen. Deshalb wartet man bei neu eingesetzten Pflanzen am besten solange, bis diese richtig angewachsen sind.

Wann ist seine Verwendung sinnvoll

Eine Möglichkeit, den Stickstoffentzug aus dem Boden zu verringern ist die Beigabe von Stickstofflieferanten (Hornspäne oder – mehl) zum Rindenmulch. Oder man verwendet bereits gut abgelagerten Rindenmulch. Hier ist der Verrottungsprozess bereits soweit voran geschritten, dass dem Erdboden nach dem Auftrag nicht mehr so viel Stickstoff entzogen wird. Allerdings sprießt dann das Unkraut wieder mehr.

Aufbringen des Rindenmulchs

Aufgebracht wird Rindenmulch in einer etwa 2 – 3 cm dicken Schicht. Manche empfehlen sehr viel dickere Schichten. Probieren Sie’s erstmal mit einer dünneren Schicht, wenn es dann nicht reicht können Sie immer noch nachlegen. Wollen Sie im Sommer den Boden damit vor Austrocknung schützen, seien Sie beim Gießen etwas großzügiger, denn Rindenmulch saugt das Wasser bis zum Sättigungsgrad auf.

Tipp

Wie schon angedeutet, vertragen sich nicht alle Pflanzen mit Rindenmulch. Bevorzugen Ihre Pflanzen eher trockenen, mineralischen Boden, sollten Sie auf Rindenmulch verzichten, das Sie sonst faulende Wurzeln riskieren. Die meisten Gartenstauden vertragen Rindenmulch nicht. Unter Gehölzen können Sie ihn uneingeschränkt verwenden. Wachsen dort noch weitere Pflanzen, sollten Sie einen ausreichenden Saum darum herum unbedeckt lassen.