Kompost – kompostieren nachhaltig Teil 1

Was ist eigentlich Kompost?

Kompost ist eine Mischung aus Garten- und Küchenabfällen. Gemeint ist damit organischer Müll, der im Haushalt und Garten anfällt. Der Begriff ist von dem lateinischen Begriff „compostium“ abgeleitet und bedeutet „Zusammengesetztes“.

Im Komposthaufen ist einiges los.

Hier ist ein kleines „Kraftwerk“ am arbeiten. Wichtige Nährstoffe und Mineralien werden hier „produziert“. Kompost entsteht durch das Zusammenspiel von Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff. Die Wärme entsteht durch die Aktivität von Bakterien, bis zu 70 ° C, und dem organischen Material. Kompost, genauer gesagt Humus, ist ein Endprodukt eines natürlichen Verrottungsprozesses, unterstützt durch Mensch- und Tierwelt.

Es entsteht der beste Dünger den man sich denken kann. Humus. Voraussetzung ist, dass der Kompost richtig bearbeitet wird. Stinkt der Komposthaufen, kann man davon ausgehen das etwas falsch gelaufen ist. Pflanzen bedanken sich mit kräftigen Wuchs und sind unempfindlicher gegenüber Schädlingen durch die Zugabe des Humus. Fertiger Kompost wird mit Gartenerde vermischt. Er verbessert und lockert den Boden, ebenso die Wasserspeicherung, fördert die Ressistenz gegen Schädlinge und reguliert den PH-Wert des Bodens. Der entstandene Humus kann Torf ohne Bedenken ablösen, denn er ist nährstoffhaltiger.

Was darf nicht auf den Kompost?

  • Keine Fleisch-Fisch-Knochen- oder Essensreste. Dadurch werden Ratten und Mäuse angelockt. Keine von Schädlingen und Pilzen befallenen Reste. So wird eine Verbreitung verhindert. Kunststoffe, Metall und Glas gehören in die dafür vorgesehenen Behälter oder Sammelstellen.
  • Zitrusfrüchte könnten mit Pflanzenschutzmitteln behandelt worden sein, deshalb ungeeignet. Nasses Laub oder frisch gemähter Rasen würden faulen und der Kompost modert dadurch. Er ist dann nicht verwertbar, da der Rottungsprozess verhindert bzw. gestört wird.
  • Unkrautpflanzen wie Brennnesseln, Unkrautpflanzen die sehr viel Samen tragen, Giersch oder Quecke gehören in die Biotonne, da eine Vermehrung kaum zu verhindern ist. Wer sehr viel Engagement hat, kann diese in ein Wasserbad vergären lassen. Nach etwa 2-3 Wochen entwickelt sich ein strenger Geruch. Ein Zeichen dafür das die Gewebeteile der Pflanzen zerstört sind. Einfach auf den Kompost gießen oder als Dünger verwenden.
  • Nicht auf den Kompost gehört Kalkstickstoff. Er wird gerne zur Unkrautvernichtung und als Kompostbeschleuniger benutzt. Allerdings tötet er auch wichtige Mikroorganismen, Bakterien und Kleintiere. Diese sind unerlässlich um eine wertvolle, nährstoffreiche Erde zu bekommen. Regenwürmer z.B. fressen die alten Blätter und den Bio-Müll und scheiden ihn als fruchtbare Erde wieder aus. Kompost aktiviert das Bodenleben. Ein natürlicher Kreislauf.
  • Auf Grund der Schimmelbildung sind Nüsse ungeeignet. Ebenfalls ungeeignet sind gekaufte Blumen, da nicht sicher ist mit welchen Mitteln sie verseucht wurden. Fallobst kann Pilzsporen oder Madenbefall haben – also bitte nicht! Keine Ausscheidungen! Sie lachen? Hat es alles gegeben.

Was darf auf den Kompost?

  • Als Kompostbeschleuniger kann man organische Gesteins- oder Hornmehle verwenden. Oder auch bei Stickstoffmangel Rapsschrot. Aber bitte nur wenn ein Mangel da ist. Lassen Sie den Boden prüfen.
  • Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, in geringen Mengen Kaffee oder Tee und Eierschalen.
  • Rasen kann man in der Sonne trocknen lassen und dann auch verarbeiten.
  • Verbrauchte Blumenerde, Mist Holzspäne, Papierreste- kein weißes- ohne farbigen Aufdruck oder Stroh. Natürlich Gartenabfälle.

Hier geht’s zum zweiten Teil:

Kompost – kompostieren nachhaltig Teil 2