Der Anteil der in das Stromnetz eingespeisten, durch Solaranlagen und Windkraft gewonnenen Energie steigt. Die Nutzung von Wind und Sonne ist aber sehr vom Wetter abhängig. Und so kämpfen Energieversorgungsunternehmen immer häufiger mit mehr oder weniger starken, kurzfristigen Schwankungen des Stromangebots.
Elektrische Energie lässt sich nur mit erheblichem Aufwand speichern. Eine ausreichende Pufferung der Schwankungen im Energieangebot kann mit der heutigen Technik kaum erreicht werden. Ein intelligenterer Weg wäre, Strom dann zu verbrauchen, wenn er ausreichend verfügbar ist.
Dazu müssten Verbraucher zum einen immer über den Energieverbrauch ihrer Geräte informiert sein und diesen auch steuern können.
Zum anderen müssten die Energieversorger entsprechende, kurzfristig variable, Preismodelle bei der Energieversorgung anbieten. Diese sollten aus dem augenblicklichen Verhältnis von Angebot und Nachfrage resultieren und müssten den Verbrauchern laufend mitgeteilt werden. Dieser könnte dann anhand der erwarteten Preisentwicklung entscheiden, ob es klüger ist, Verbraucher auszuschalten. Dieser Vorgang ließe sich auch automatisieren und über einen PC steuern. Durch eine Automatisierung ließen sich Heizung, Warmwasserbereitung und Gefrierschrank auch einfach als Energiespeicher nutzen.
Wie sich das in Zukunft technisch realisieren lässt, zeigen Fraunhofer-Wissenschaftler auf der CeBit. Wie die Wissenschaftler planen, soll eine spezielle Software elektrische Verbraucher im Haus steuern. Die Software entscheidet anhand der vom Energieerzeuger gelieferten Daten zur erwarteten Preisentwicklung ob und wann das Einschalten der elektrischen Verbraucher am günstigsten ist.
Dank spezieller Rechenmodelle und langjähriger Erfahrungen sind die Energieversorger in der Lage, selbst für mehrere Tage im Voraus den zu erwartenden Energieverbrauch und die zu erwartende Menge der eingespeisten Energie relativ genau vorherzusagen.