Wärmedämmung mit Holz

Holz ist ein „warmes“ Material. Diese, inhaltlich falsche, Aussage versteht jeder. Bei der Berührung von Holz empfinden wir weniger Kälte als bei der Berührung von Stein oder Metall. Selbst wenn alle Materialien gleiche Temperatur haben.

Woran liegt das?

Berühren sich zwei Gegenstände mit unterschiedlichen Temperaturen, wird Wärmeenergie von der  wärmeren Seite auf die kältere Seite transportiert. Je nach dem, aus welchem Material der Gegenstand besteht, kann er Wärme schneller oder langsamer transportieren.

Holz transportiert – oder leitet – die Wärme sehr schlecht. Schlechter als zum Beispiel Metall, dass die Wärme sehr gut leiten kann. Nehme ich ein Stück Holz in die eine Hand und ein Stück Metall derselben Temperatur in die andere, leitet das Metall in derselben Zeit viel mehr Wärme aus meiner Hand ab, als das Stück Holz in der anderen. Deshalb fühlt sich das Holz wärmer an als das Metall.

Holz ist wegen der schlechten Wärmeleitfähigkeit ein guter Wärmeisolator. Es leitet Wärme etwa 10 – 20 mal schlechter als Beton. Diese Zahl ist nicht absolut zu nehmen, sondern nur ein grober Vergleichsmaßstab. Die tatsächliche Wärmeleitfähigkeit von Holz hängt auch von anderen Faktoren, wie der Dichte und der Feuchtigkeit ab. Je größer die Dichte und die Feuchtigkeit, umso besser die Wärmeleitfähigkeit und umso schlechter die Wärmeisolation. Das Eindringen von Feuchtigkeit muss also unbedingt vermieden werden.

Haus- und Wohnungstüren aus Holz sind also schon vom verwendeten Material her eine gute Grundlage für angemessene Wärmedämmung. Aber auch zum Schutz vor Hitze ist Holz oft das Material der Wahl. Eine außen angebrachte hölzerne Fensterbeschattung als einfacher Verschlag oder in verstellbarer Lamellenbauweise  schützt auch in den heißesten Sommermonaten  vor zu intensiver Sonneneinstrahlung.