Lehmputze

Putzlehme sind mit Sand und pflanzlichen Faserstoffen gemagerte Lehmmischungen. Das Mischungsverhältnis von Lehm, Sand und anderen Zuschlagsstoffen beeinflusst die Haftfähigkeit des Lehm auf dem Untergrund und die Verbindung der Putzlagen untereinander.

Da fetter Lehm zu schnell reißen würde, besteht Lehmputz aus magerem Lehm. Obwohl Unterputze reichlich Faserstoffe enthalten sollen, darf er etwas fetter sein, hier können kleine Risse für eine bessere Bindung sogar nützlich sein. Lehmputze werden wie Kalkputze verarbeitet. Dicke Putze müssen in mehreren Schichten aufgetragen werden.

Putzflächen an der Kante zwischen Wand und Decke müssen eingeschnitten werden (Sollriß). Auch Putzflächen die an Holz stoßen schneidet man an der Kante ein, damit bei Bewegungen des Holzes der Lehmputz nicht einreißt.

Lehm trocknet nur und bindet nicht ab, deshalb muss der Untergrund  rauh sein. Der Lehm „verhakt“ sich förmlich in der rauhen Struktur der Oberfläche und bildet nach dem Trocknen eine feste Verbindung.

Lehmputze können über den Handel mit einer Reihe verschiedener Zuschlagstoffe und in verschiedenen Farben als Fertigprodukte bezogen werden.