Lehmbauplatten

Lehmbauplatten werden aus Lehm und Ton unter Beimengung von Zuschlagstoffen in unterschiedlichen Abmessungen hergestellt. Zur Erhöhung der Zug- und Druckfestigkeit werden dem Lehm oft Strohhäcksel oder Schilfrohr beigemengt. Auch Schilfrohrmatten dienen oft zur Bewehrung.

Die Vorzüge von Lehmbauplatten

Lehmbauplatten sind besonders für den Trockenbau zweckmäßig wenn man auf die herkömmliche Ständerbauweise mit Mineraldämmung und Gipskartonplatten verzichten will. Sie sind leicht zu verarbeiten, schnell verbaut und eignen sich für die Innenverkleidung von Wänden und Decken, bei ausreichender Stärke (ab etwa 80mm) auch für nicht tragende Trennwände.

Bei geringer Stärke lassen sich die Lehmbauplatten, ähnlich wie Gipsplatten, auf einer Unterkonstruktion aus Holzlatten verschrauben. Es sollte darauf geachtet werden Lehmplatten so anzuordnen, dass senkrechte Stöße nicht übereinander liegen, sondern dass die Platten im Verband anordnet werden.  Auch die Ausfachung von Fachwerken ist mit Lehmbauplatten sehr einfach.

Versieht man die Platten mit einem Auftrag von Lehmputz und Lehmfarbe, kommt die Feuchtigkeit regulierende Eigenschaft der aus Lehm aufgebauten Wandflächen ungehindert zur Wirkung, was das Raumklima günstig beeinflusst.

Lehmbauplatten aus Lehm lassen sich mit herkömmlichen Arbeitsgeräten sägen, bohren und schneiden, wobei ein Atemschutz sehr zu empfehlen ist.