Dachbegrünung

Schutz gegen Temperatureinflüsse von außen

Eine Dachbegrünung sieht nicht nur gut aus, sondern beeinflusst auch das Innenraumklima in positiver Weise. Der Pflanzenbewuchs bietet ausgezeichneten Schutz gegen Hitze und Kälte durch Puffern extremer Temperaturschwankungen. Bei fachgerechtem Aufbau bietet das Gründach außerdem einen wirksamen Schutz gegen Witterungsschäden.

Unterstützt Photovoltaik-Anlagen

Bei Einsatz einer Photovoltaik-Anlage wirkt sich eine begrünte Dachoberfläche zudem positiv auf die Leistungsausbeute bei der Solarstromerzeugung aus: Der Wirkungsgrad ( das Verhältnis von eingefangener zu nutzbar gemachter Energie ) sinkt mit steigenden Umgebungstemperaturen. Dichte Dachbegrünung aber reflektiert weniger Sonnenstrahlung als herkömmliche Dachoberflächen, was zu einer geringeren Aufheizung führt.

Planung und Bepflanzung

Bei der Planung und Installation einer Dachbegrünung ist zunächst die Dachneigung zu berücksichtigen. Bei einem zu flachen Neigungswinkel ist mit Stauwasserbildung zu rechnen, bei einer zu steilen Neigung wird ohne besondere Vorkehrungen die aufgebrachte Bepflanzung abrutschen. Der prinzipielle Aufbau einer Dachbegrünung besteht aus Dampfsperre, Wärmedämmschicht, Wurzeldurchdringungsschutz, Dränschicht und Vegetationsschicht. Für Dränschichten werden zur Gewichtsreduzierung vorwiegend Kunststoffe oder Schichten aus Blähton oder Lavabruch verwendet. Witterungsbeständige Filtervliese verhindern ein Ausschwämmen von Feinteilen aus dem Vegetationssubstrat.

Da ein möglichst dichter Bewuchs anzustreben ist, werden zur Bepflanzung des 10 – 12 cm dicken Substrates hauptsächlich Mischungen aus niedrig wachsenden Gräsern, Sträuchern, Moosen oder ähnlichen Pflanzen gewählt.

Ein Flachdach eignet sich auch zur umfangreicheren Begrünung. Hierbei lässt sich auch eine intensivere Bewässerung höherer Pflanzen durch angestautes Regenwasser in besonders dimensionierten Dränschichten realisieren.