Bauen mit Lehm II

Hauptbestandteile von Lehm sind Ton, Schluff (Feinstsand) und Sand. Daneben sind meist noch Steine, Kies und Schotter enthalten. Die genaue Zusammensetzung von Lehm aber, und damit die für die Verarbeitung als Baustoff wichtigen Eigenschaften, unterscheiden sich von Fundort zu Fundort. Die fachgerechte Verwendung der Lehmbaustoffe erfordert also die Kenntnis ihrer Zusammensetzung, die unter Umständen durch Zuschlagstoffe verändert werden kann oder muss.

Lehmbaustoffe eignen sich hervorragend zum umweltfreundlichen Bauen. Schon eine kurze Zusammenfassung seiner Eigenschaften läßt erahnen, warum Lehm seit Jahrtausenden den Menschen als Baustoff gedient hat.

Lehm als Baustoff

  • naturbelassener Rohstoff
  • ungiftig, ohne Geruch, hautfreundlich
  • hygroskopisch: bindet schnell viel Feuchtigkeit und gibt ihn an trockene Luft wieder ab
  • absorbiert Gerüche und sogar Giftstoffe aus der Luft
  • holzkonservierend
  • schalldämmend, wärmespeichernd
  • Bessere Wärmedämmung mit Zuschlagstoffen (Blähton, Holz, Stroh) als Leichtlehm
  • Gewinnung und Verarbeitung mit geringem Energieaufwand
  • kann immer wieder verwendet werden
  • umweltfreundliche Entsorgung
  • zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten durch individuelle Form- und Farbgebung

Auch die Liste der Verwendung der Lehmbaustoffe im Bauwesen ist beachtlich:

  • Lehmputze
  • Lehmsteinwände
  • Lehmfüllungen im Fachwerken
  • Strohlehm und Geflecht im Fachwerkbau
  • Wärmedämmung innen mit
  • Leichtlehmsteine,
  • Nasslehm,
  • Dämmplatten aus Lehm
  • Stampflehm
  • Deckenisolierung mit Lehm
  • Lehmbauplatten für den Trockenbau
  • Lehmöfen

Die Entwicklung geht weiter, denn auch die wissenschaftliche Forschung hat sich des Themas angenommen. Lehm – ultramoderner uralter Baustoff.

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